25 Jahre „Rosenheim-Cops“ – warum Karin Thaler nicht ans Aufhören denkt

Schöne bayerische Landschaften statt düsterer Atmosphäre, wenig Gewalt und stets gelöste Fälle – dafür stehen die „Rosenheim-Cops“ seit 25 Jahren. Zur Stammbesetzung seit der ersten Folge im Jahr 2002 gehört auch Karin Thaler. Sie verkörpert die Rolle der Marie Hofer bei den „Rosenheim-Cops“.
Während Schauspielerin Marisa Burger nach 25 Jahren aus der ZDF-Serie ausstieg und auch Schauspieler Christian K. Schaeffer, der den „Times Square“-Wirt Ignaz „Jo“ Casper spielte, sich verabschiedete, kommt es für Thaler nicht infrage, die Rolle der Marie Hofer an den Nagel zu hängen. Warum die Schauspielerin so für ihre Rolle brennt und warum sie ihr Privatleben in einem Buch aufgearbeitet hat, lesen Sie in diesem Artikel.
„Rosenheim-Cops“: Für Karin Thaler „ein kleines Lebenswerk“
Über einen Ausstiegt von den „Rosenheim-Cops“ denkt Karin Thaler nicht nacht. Im Gegenteil. Teil der Stammbesetzung zu sein, bedeute Thaler als Schauspielerin in allererster Linie Sicherheit. Das verriet die Schauspielerin in einem kleinen Interview. Ihre Zeit bei den „Rosenheim-Cops“, die nun ein Vierteljahrhundert andauert, bezeichnet Thaler als Lebenswerk. Sie freut sich, dass die Serie viele Menschen glücklich macht. Vor allem ältere Menschen planen ihren Tag so, dass etwa kein Anruf das Anschauen der Sendung störe.
Für viele Zuschauerinnen und Zuschauer sind die „Rosenheim-Cops“ eine willkommene Ablenkung. „Rosenheim-Cops sind einfach Zerstreuung, Trost, Gemütlichkeit und Beständigkeit. Wir gucken das sonntags als drei Generationen im Alter von 10 bis 70“, heißt es etwa in einem Kommentar unter dem Interview.
Karin Thaler stand vor fast 200.000 D-Mark Schulden
Während Thaler in Formaten wie der „Schwarzwaldklinik“, in „Derrick“ oder dem „Bergdoktor“ mitwirkte, litt ihre Mutter unter einer Spielsucht. Laut ZDF-heute machte sie Jahrzehnte lang Schulden, unterschlug Geld und überfiel sogar einen Supermarkt, um Geld zu erpressen. Schließlich musste sie ins Gefängnis und das Leben der Schauspielerin geriet aus den Fugen, denn Thaler stand vor fast 200.000 D-Mark – also heute etwa 100.000 Euro – Schulden. „Das war wie ein Messerstich ins Herz und das war nicht zu fassen, nicht zu glauben, weil man gedacht hat, da geht es um jemand ganz anderen. Das kann doch nicht ich sein, das können doch nicht wir sein, wir mit dieser Liebe in unserer Familie“, sagt Thaler im ZFD-Beitrag „Hallo Deutschland“.
Die Situation mit ihrer Mutter habe ihr viel Kraft gekostet. „Dann habe ich so ein kleines Doppelleben geführt. Immer gestrahlt am Set. Immer so getan, als wäre ich das Glückskind, der Sonnenschein. Aber in mir drin hat es einfach ganz anders ausgeschaut. Also das hat mich zwar auch viel Kraft gekostet, aber auch stark gemacht“, resümiert Thaler.
All diese Erinnerungen und Gefühle hat die Schauspielerin in ihrem Buch „Stark, weil ich stark sein musste“ verarbeitet. Thaler hegt aber keinen Groll. „Mama, Strich drunter, ich vergebe Dir, lass uns glücklich sein“, sagte die Schauspielerin ihrer Mutter, die mittlerweile verstorben ist.





