„Es war ein großer Spaß“: Marisa Burger über ihr Leben nach den Rosenheim-Cops

Auf einer Filmfestparty am Dienstagabend in den Bavaria Studios in Grünwald war Marisa Burger gut gelaunt. Kein Wunder: Die Schauspielerin, die 25 Jahre lang als Polizeisekretärin Miriam Stockl die ZDF-Krimiserie „Die Rosenheim-Cops“ mitgeprägt hat, genießt ihren Neustart sichtlich. Bei der Veranstaltung von Bavaria Studios und Bavaria Fiction unter dem Motto „Servus München“, eingebettet ins laufende 43. Filmfest München, sprach sie offen darüber, wie befreiend der Schritt weg von der Serienroutine für sie gewesen sei.

Auf der Party ließ das Wiedersehen mit der Vergangenheit nicht lange auf sich warten: Gleich mehrere frühere Kollegen kreuzte Burger an diesem Abend, darunter Dieter Fischer und ihre Nachfolgerin Sarah Thonig, die künftig als neue Sekretärin bei den „Rosenheim-Cops“ zu sehen sein wird.

„Ich bin gerade hauptsächlich am Theater“, erzählte Burger gegenüber der Nachrichtenagentur spot on news. „Mit meinem Buch bin ich auch noch auf Lesereise zusammen mit meinem Musiker. Das hat mir jetzt sehr, sehr großen Spaß gemacht – und es geht auch nächstes Jahr weiter.“ Statt fester Drehroutinen stehen nun Bühne und Bücher im Mittelpunkt. Für jemanden, der fast ein Vierteljahrhundert im Takt einer Serienproduktion gelebt hat, ist das eine echte Umstellung.

„Man muss schon umdenken“, sagte Burger gegenüber spot on news. „Wenn man so lange in Serien-Strukturen ist, merkt man, wie das ist, mal wieder ein bisschen freier zu arbeiten. Aber es ist auch schön, sich wieder neu kennenzulernen und sein Leben auch neu zu gestalten. Raus aus der Komfortzone Bereut hat sie den Schritt nicht. Im Gegenteil: „Man muss die Komfortzone manchmal verlassen, um zu wissen, wer man ist, was man noch kann und was man gerne möchte“, so Burger.

Gute Nachricht für die Fans von Marisa Burger

Die Schauspielerin hatte die Rolle der Miriam Stockl seit der allerersten Folge im Januar 2002 gespielt und die Serie nach der Jubiläumsstaffel 2025 auf eigenen Wunsch verlassen. Ihren letzten Drehtag hatte sie im Oktober 2025. Die finalen Folgen mit ihr werden allerdings erst im Herbst 2026 ausgestrahlt. Vom ehemaligen Ensemble hat sie sich dabei keineswegs entfremdet. „Wir haben immer noch ein ganz großartiges Verhältnis“, betonte Burger gegenüber spot on news.

Dass sie noch lange auf ihre Paraderolle angesprochen werden wird, nimmt die 52-Jährige gelassen. „Du kannst ja nicht nach 25 Jahren, in denen man eine Figur geprägt hat, einfach aufhören und sagen, da gibt’s jetzt einen Cut und keiner interessiert sich mehr dafür“, erklärte sie. Und weiter: „Das war ein großer, wichtiger Teil meines Lebens. Den will ich nicht schmälern, nicht kleiner machen.“ Ihre Fans dürften sie deshalb auch weiterhin auf Miriam Stockl ansprechen – „natürlich“, so Burger.

Für die Zuschauer gibt es übrigens eine gute Nachricht: Miriam Stockl wird die Serie nicht durch den Tod verlassen. Burger hatte bereits im Oktober 2025 auf dem AZ-Sofa im Deutschen Theater versprochen: „Meine Rolle wird lebendig aus der Serie herauskommen. Und ich, oder vielmehr die Frau Stockl, darf so blühen, wie sie noch nie in 25 Jahren geblüht hat.“

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