„Rosenheim-Cops“-Star verrät, warum die Serie seit Jahren so erfolgreich ist

Seit mehr als zwei Jahrzehnten gehören die „Rosenheim-Cops“ zum festen ZDF-Programm. Schauspieler Steffen Wolf erklärt nun, was die Serie aus seiner Sicht so besonders macht – und warum Zuschauer problemlos einige Folgen verpassen können.
Rosenheim – Mordfälle, skurrile Nebenhandlungen und jede Menge bayerischer Charme: Die „Rosenheim-Cops“ gehören seit Jahren zu den Dauerbrennern im deutschen Fernsehen. Doch warum funktioniert das Konzept der ZDF-Serie so gut? Darauf hat Schauspieler Steffen Wolf, der Hausmeister Hannes Winkler spielt, eine ziemlich klare Antwort.
Im Podcast „Mit.Menschen – Der Interview-Podcast aus Nürnberg“ spricht der 42-Jährige ausführlich über seine Rolle und das Erfolgsrezept der Serie. Für ihn liegt ein entscheidender Punkt darin, dass die Krimis trotz der Mordfälle leicht und unterhaltsam bleiben. Man gehe nach einer Folge nicht völlig aufgewühlt ins Bett, erklärt Wolf.
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„Rosenheim-Cops“-Figuren sind bewusst etwas überzeichnet
Eine wichtige Rolle spielen laut Wolf dabei die Charaktere. Die Figuren seien bewusst „leicht überzeichnet“, ohne dabei völlig unrealistisch zu wirken. Genau deshalb könnten Zuschauer immer wieder eigene Eigenschaften oder die kleiner Schwächen anderer Menschen in ihnen entdecken.
Wolf beschreibt es im Podcast so: Die kleinen menschlichen Verfehlungen würden bei den „Rosenheim-Cops“ „sehr charmant“ aufgegriffen. Neben dem eigentlichen Kriminalfall gibt es deshalb fast immer einen zweiten Handlungsstrang, in dem im Kommissariat etwas schiefgeht, jemand tratscht oder sich eine vermeintlich kleine Angelegenheit immer weiter verkompliziert.
Gerade diese Mischung unterscheidet die Serie von deutlich düstereren Krimiformaten. Der Mordfall bildet zwar das Gerüst einer Folge – im Vordergrund steht aber ebenso das Zusammenspiel der bekannten Figuren.
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Zuschauer können wochenlang aussetzen – und trotzdem wieder einsteigen
Noch einen anderen Punkt hält Steffen Wolf für entscheidend: Bei den „Rosenheim-Cops“ muss niemand jede einzelne Folge gesehen haben, um die Handlung zu verstehen.
Wer die Serie vier oder fünf Wochen nicht einschalte und dann zurückkehre, habe bei der Entwicklung der Figuren kaum etwas verpasst, erklärt Wolf. Langwierige Beziehungs- oder Familiengeschichten, die zwingend über viele Episoden verfolgt werden müssen, spielen eine deutlich kleinere Rolle.
Als Gegenbeispiel nennt er die BR-Serie „Dahoam is Dahoam“. Dort könne es nach mehreren verpassten Episoden schwieriger sein, sämtliche Entwicklungen sofort nachzuvollziehen. Die „Rosenheim-Cops“ seien dagegen bewusst so aufgebaut, dass auch Gelegenheitszuschauer jederzeit wieder einsteigen können.
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Auch Hannes Winklers kurioser Jobwechsel passt zum Konzept
Wie unkompliziert die Serie mit ihren Figuren umgeht, zeigt ausgerechnet Wolfs eigene Rolle. Hannes Winkler tauchte zunächst als Paketbote auf. Später war er plötzlich als Hausmeister im Polizeipräsidium zu sehen. Eine ausführliche Erklärung für diesen Berufswechsel bekamen die Zuschauer allerdings nie.
Ganz ohne Vorbereitung kam der Wechsel dennoch nicht: In einer Folge hilft Winkler Miriam Stockl bei einem kaputten Aktenschrank und zeigt dabei sein handwerkliches Geschick. Wolf bezeichnet diese Szene rückblickend als eine Art sanfte Einführung seiner späteren Hausmeisterrolle. Eine eigene Folge, in der der Berufswechsel ausführlich erklärt werde, gebe es aber nicht. Genau das passe wiederum zum Prinzip der Serie: Veränderungen passieren, ohne dass daraus zwangsläufig über Wochen ein großes Drama gemacht wird.
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Steffen Wolf bleibt den „Rosenheim-Cops“ erhalten
Fans müssen auf Hannes Winkler auch in den kommenden Folgen nicht verzichten. Das ZDF führt Steffen Wolf weiterhin als Teil der Besetzung. In der aktuell entstehenden 26. Staffel gehört Winkler neben Anton Stadler, Sven Hansen, Kilian Kaya, Julia Beck, Michi Mohr und weiteren bekannten Figuren erneut zum Team.
Insgesamt entstehen 24 neue Folgen. Gedreht wird laut ZDF bis Dezember 2026 in Rosenheim, München und Umgebung. Im Fernsehen startet die neue Staffel am Dienstag (6. Oktober) um 19.25 Uhr, im ZDF-Streaming sind die neuen Episoden bereits eine Woche früher verfügbar.
Nach all den Jahren scheint das Grundrezept damit unverändert: ein Mordfall, bekannte Charaktere, Humor und Geschichten, die nicht komplizierter sein wollen als nötig. Für Steffen Wolf ist genau das ein wesentlicher Grund, warum die „Rosenheim-Cops“ beim Publikum so lange funktionieren.










